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Gemeinderat Wynigen in Klausur

Der Gemeinderat Wynigen hat erstmals eine zweitätige Klausur durchgeführt. Er hat dabei Strategie- und ressortübergreifende Themen diskutiert. Die Schule und das Projekt "Wohnpark" waren die wichtigsten Bereiche.


Schule


Der Gemeinderat hat sich mit dem Thema anhand der Bildungsstrategie des Kantons und den bereits bekannten und geplanten Anpassungen der Volksschulgesetzgebung beschäftigt. Er hat dabei auch die Entwicklung der Schülerzahlen in der Gemeinde sowie die wertvollen Partnerschaften mit den Nachbargemeinden berücksichtigt. Der Gemeinderat strebt in Wynigen primär eine qualitativ hochstehende und attraktive Schule an.

Als Resultat der Klausur entstand - im Sinne eines Leitbildes und vorläufig noch als Entwurf - eine "Bildungsstrategie Schule Wynigen". Der Entwurf enthält verschiedene Ziele. Der Gemeinderat wird den Inhalt kommunizieren, sobald das Strategiepapier definitiv verabschiedet wird.

Der Gemeinderat hat als Folge davon drei neue Projekte initiiert. Noch im April wird ein Ausschuss des Gemeinderates für jedes Projekt einzeln die Projektdefinition erarbeiten und damit insbesondere die Projektidee, Projektziele, Abgrenzungen und Rahmenbedingungen definieren.

Das Projekt "Regionale Zusammenarbeit" widmet sich der Zusammenarbeit mit heutigen und künftigen Partnergemeinden im Bildungsbereich.

Im Projekt "Schulorganisation" werden pädagogische und organisatorische Aspekte behandelt.

Das Projekt "Schulraumplanung" wird sich mit den Schulstandorten, dem künftigen Schulraumbedarf, den Schülertransporten und der Schulwegsicherung beschäftigen.



Projekt Wohnpark


Was bisher geschah

Der Gemeinderat strebt mit dem Projekt Wohnpark an, dass in Wynigen zusätzliche Mietwohnungen, allenfalls ergänzt mit einzelnen Eigentumswohnungen, geschaffen werden. Durch den Bau von hindernisfreien, altersgerechten Wohnungen soll die Nachfrage nach Wohnraum für ältere Generationen befriedigt werden. Der Gemeinderat strebt aber keine reinen Alterswohnbauten an. Mit dem Projekt soll ebenso die Nachfrage der einheimischen Jungen nach modernem Wohnraum befriedigt werden. Hier gilt es, die Abwanderung der einheimischen Jungen in andere Gemeinden zu stoppen. Deshalb läuft das Projekt nicht mehr unter dem Titel "Alterswohnungen", sondern unter dem Namen "Wohnpark".


Strategische Planung ist abgeschlossen

Eine Arbeitsgruppe hat während den letzten Monaten im Auftrag des Gemeinderates zusammen mit einer externen Projektleitung eine Bevölkerungsbefragung durchgeführt, Vorgaben für die Projektierung definiert, verschiedene Standorte geprüft und mögliche Trägerschaften und Finanzierungsaspekte diskutiert. Die strategische Planung für das Projekt Wohnpark ist nun abgeschlossen. Der Gemeinderat hat den Bericht zur Projektstudie an einer Klausur zur Kenntnis genommen.


Bedürfnis nach Wohnungen

Der Gemeinderat hat festgestellt, dass in Wynigen ein Bedarf an etwa 30 zusätzlichen, hindernisfreien und modernen Wohnungen besteht, wobei die Erstellung in Etappen erfolgen soll. Für Mietwohnungen ist die Nachfrage deutlich grösser als für Eigentumswohnungen. Die älteren Generationen wünschen sich je etwa hälftig zweieinhalb- und dreieinhalb-Zimmer-Wohnungen.


Standorte

Der Gemeinderat verfolgt zurzeit noch zwei mögliche Standorte weiter. Es handelt sich dabei um die Areale "Bifang" (Geschwister Schürch/Russo) zwischen der bestehenden Überbauung und der Bahnunterführung Alchenstorf und "Riedtwilstrasse" (Kohler Ernst und Martin).


Finanzierungsvarianten

Der Gemeinderat hat zwei mögliche Finanzierungsvarianten diskutiert. Entweder erstellt ein Investor die Wohnungen oder der benötigte Wohnraum wird durch eine noch zu gründende Wohnbaugenossenschaft gebaut. In einer ersten Phase prüft der Gemeinderat noch die Investorenvariante und ist auf der Suche nach entsprechenden Lösungen. Bei der zweiten Variante - einer Wohnbaugenossenschaft - müssten etwa ein Drittel Eigentumswohnungen entstehen, um das benötigte Eigenkapital sicher zu stellen.


Auswertung der Befragung

In der nachstehend unter "Dokument" verlinkten Datei sind die Detailergebnisse der Befragung ersichtlich. Aus dem Ergebnis der Umfrage interpretiert der Gemeinderat, dass viele Antwortenden sich am bestehenden Junkerhuus orientiert haben, welches mehrheitlich von über 80-jährigen Seniorinnen und Senioren bewohnt wird. Der Gemeinderat will mit dem Projekt aber auch die jüngere Senioren-Generation anzusprechen. Er meint damit Personen um das Pensionsalter und stellt sich vor, dass mit dem Projekt auch der Generationenwechsel in den Einfamilienhäusern erleichtert werden kann. Damit stünde beispielsweise in "unterbelegten" Einfamilienhäusern wiederum geeigneter Wohnraum für die eigenen Kinder oder Enkelkinder zur Verfügung.



Weitere Themen


Der Gemeinderat hat sich von den Ressortchefs und Gemeindekader über den Stand von weiteren Geschäften und Projekten orientieren lassen. Die Themen sind vorläufig zur Kenntnis genommen und erst teilweise diskutiert worden. Als Beispiele sind hier erwähnt:
Das Projekt "Wärmeverbund Wynigen-Dorf", die Neuorganisation des Winterdienstes, der Stand der generellen Entwässerungsplanung GEP, die Finanzierung der Abwasserentsorgung, die Unterhaltsstrategie der Gemeindeliegenschaften und der Ersatz des Rasentraktors für die Schularealpflege.

Über diese Themen wird zu gegebener Zeit informiert.


Die Klausur fand im Seminarhotel Lüderenalp statt. Die Teilnehmer waren sich alle einig, dass in den beiden Tagen wertvolle Arbeit geleistet wurde und zukunftsgerichtete Ansätze diskutiert worden sind.

Dokument Details_aus_der_unverbindlichen_Umfrage.pdf (pdf, 12.1 kB)


Datum der Neuigkeit 11. Apr. 2009
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