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Gemeinde

Orchideenvorkommen in der Gemeinde Wynigen

Orchideen kann man nicht nur in Blumengeschäften kaufen, sondern auch in der freien Natur beobachten – sogar in Wynigen. Sie sind jedoch selten und ihre Vorkommen gefährdet. Deshalb engagiert sich Wynigen zugunsten dieser «Juwelen am Wegesrand». Im Jahr 2012 wurden die Orchideenvorkommen erstmals erhoben. Daraus entstand ein Pflegekonzept für die Orchideenstandorte, das seither in Dreijahreszyklen umgesetzt wird. Bis heute wurden in Wynigen 13 Arten an mehr als 70 Standorten gefunden.

Die farbenprächtigen, grossblütigen Orchideen aus Gärtnereien und Grossverteilern stammen aus den Tropen. Dort wachsen sie im Gegensatz zu den Schweizer Orchideen auf Bäumen. Unsere Orchideen sind wie alle Wildblumen unscheinbarer und kleinblütiger als die gezüchteten – doch nicht weniger schön.

Die meisten Orchideen lieben warme, magere und kalkreiche, die Waldorchideen zudem halbschattige Standorte. Am häufigsten sind Orchideen deshalb bei uns in den Kalkgebieten des Juras und der Alpen anzutreffen, am seltensten im westlichen Mittelland. Aber auch im Berner Mittelland hatte es einst viel mehr Orchideen, vor allem auf Trocken- und Feuchtwiesen, in Flussauen sowie in lichten Laubwäldern. Der Grossteil dieser Standorte ist mittlerweile verschwunden.

Viele Standorte wurden überbaut, melioriert oder verloren durch intensivierte Landwirtschaft ihren Charakter. Nicht zuletzt werden Wiesen heute meist früh im Jahr gemäht, womit im Sommer blühende Blumenarten keine Chance mehr haben. Deshalb liegen heute die meisten Orchideenvorkommen an mageren Waldstandorten. Dabei bevorzugen sie helle Waldpartien, wie altersdurchmischte Bestände, Waldränder und Böschungen von Waldwegen. Aufgrund der veränderten Waldbewirtschaftung sind Orchideen aber auch hier selten geworden.

Erhalten und fördern lässt sich nur, was auch bekannt ist. Im Jahr 2012 liess die Gemeinde Wynigen deshalb durch Christian Gnägi, weg>punkt Herzogenbuchsee, ein Orchideenpflegekonzept erarbeiten. In der Zwischenzeit konnten an gefährdeten Standorten Verbesserungsmassnahmen vorgenommen werden. Dies war nicht zuletzt dank dem Einsatz von Freiwilligen (Jäger und Fischer), dem Werkhofteam, dem Forstdienst und dem Einverständnis der Landbesitzer möglich.

Waldbesitzer, deren Flächen Orchideenbestände aufweisen, haben grundsätzlich Anrecht auf Kantonsbeiträge, insofern sie die Voraussetzungen dafür erfüllen und den Wald mit Rücksicht auf die Orchideen bewirtschaften. Interessierte Waldbesitzer können das Pflegekonzept bei der Gemeindeverwaltung einsehen.

Dem Dokument, welches Ihnen untenstehend zum Download bereit steht, können Sie entnehmen, welche Orchideenarten bis heute in Wynigen beobachtet wurden. Eine Broschüre mit einem Beschrieb, einiger in Wynigen vorkommenden Orchideenarten, ist auf der Gemeindeverwaltung erhältlich.

Wenn Sie ausserhalb des Waldes Orchideen finden oder irgendwo in Wynigen eine Art feststellen, die noch nicht aufgeführt ist, so würden wir uns über Ihre Meldung sehr freuen.

Ansprechpersonen der Gemeinde sind
Ernst Burkhalter, Burgerweg 14, Wynigen, Tel. 034 415 14 30 und
Christian Gnägi, Herzogenbuchsee, Tel. 077 454 65 83, christian.gnaegi@weg-punkt.ch

Der Gemeinderat Wynigen hofft, mit der Umsetzung des Pflegekonzepts den Bestand der wunderschönen Orchideen zu erhalten und zu fördern.


Rotes Waldvögelein
Rotes Waldvögelein

Dokument Orchideenvorkommnisse.pdf (pdf, 550.3 kB)


Datum der Neuigkeit 7. Mai 2020
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