Kopfzeile

Inhalt

Ergebnisse Dorfgespräch vom 26. Oktober

28. Oktober 2026
Die Bevölkerung von Wynigen war am 26. Oktober 2026 zum zweiten diesjährigen Austausch mit dem Gemeinderat im Rahmen des "Dorfgesprächs" eingeladen. Im Gotthelf-Saal im Uhlmannhaus Wynigen konnte eine Rekord-Teilnehmerzahl von rund 200 Personen begrüsst werden. Seitens der Gemeinde wurde über die Massnahmen gegen Vandalismus und Nachtruhestörungen sowie über die Situation der Wasserversorgung nach dem Hitzesommer orientiert.
Weitere Themen, welche ebenfalls auf grosses Interesse stiessen, waren die Zukunft des Landi-Standorts Wynigen und die Vorstellung des Vereins Ferienheim Eriz.
Im Anschluss fand eine Gesprächsrunde statt, bei der die Anwesenden Fragen stellen, Anliegen einbringen und sich zu den verschiedenen Themen austauschen konnten.

Der Anlass wurde von Gemeinderatspräsidentin Sandra Sommer moderiert. Sie begrüsste einleitend die sehr grosse Anzahl Teilnehmender und dankte für das riesige Interesse.

Gemeinderat Urs Schweizer hat über die Massnahmen gegen Vandalismus und Nachtruhestörungen informiert. Dies ist in Wynigen ein wiederkehrendes Thema. Im November 2025 wurde ein Flugblatt mit Präventionsmassnahmen an alle Haushaltungen in der Gemeinde verschickt. In den vergangenen Wochen kam es vermehrt zu Sachbeschädigungen an öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen. Zudem gingen bei der Gemeinde Meldungen wegen Lärmbelästigungen und Ruhestörungen im Bereich der Schulanlagen ein. Der Gemeinderat nimmt die Entwicklung ernst. Als Massnahmen hat er beschlossen, die Jugendarbeitenden der OKJAHR mittels aufsuchender Jugendarbeit einzusetzen sowie eine Patrouillen-Präsenz der Kantonspolizei anzufordern. Bei Nachtruhestörungen soll die Kantonspolizei via 117 avisiert werden. Die Gemeinde reicht bei Sachbeschädigungen an öffentlichen Gebäuden oder Sachgütern konsequent Strafanzeige ein. Der Gemeinderat bittet die Bevölkerung, Sorge zu den öffentlichen Einrichtungen zu tragen und Beschädigungen oder verdächtige Beobachtungen der Gemeindeverwaltung zu melden. Besonders gefährlich ist, wenn Gegenstände von einer Überführung auf fahrende Autos geworfen werden. Das sind keine Lausbubenstreiche, es könnte zu schweren Unfällen kommen.

Gemeinderat Ruedi Sommer hat über die Situation der Wasserversorgung nach dem Hitzesommer orientiert. Im Juni gab es eine Woche mit sehr hohem Wasserverbrauch. Deshalb hat die Gemeinde Ende Juni mit einem Flugblatt zum Wassersparen aufgerufen. Zudem wurden Wasserbezüge ab Hydrant für Poolfüllungen verboten. Die Quellschüttung im Gänterli ist leicht zurückgegangen, was zeitweilig zu einem hohen Bedarf an Grundwasser aus der Wynigenmatte geführt hat. Im Juli und August hat sich der Wasserverbrauch normalisiert. Die Quellzuläufe sind nach wie vor leicht rückläufig. Die Verbrauchswerte sind ebenfalls rückläufig. Die geförderte Grundwassermenge ist wieder in normalem Rahmen. Ruedi Sommer dankt der Bevölkerung dafür, dass sie den Aufruf zum Wassersparen beherzigt hat. Es hat sich gezeigt, dass die Versorgungssicherheit im Verteilgebiet der öffentlichen Wasserversorgung mit den beiden Standbeinen Quellwasser Gänterli und Grundwasser Wynigenmatte auch bei langer Trockenheit gewährleistet ist. Die Privatversorgungen in den Wynigen-Bergen haben zu einem grossen Teil auch nach dem Hitzesommer genügend Wasser. Die gegenseitige Hilfe bei Wasserknappheit in den Wynigen-Bergen funktioniert gut. Abschliessend sagt er, dass für die Wasserversorgung Wynigen vorsichtig Entwarnung gegeben werden kann, es besteht derzeit keine Gefahr einer Wasserknappheit mehr.

Seitens der Landi KoWy hat Rafael Meyer, Vorsitzender der Geschäftsleitung, über die zukünftige Entwicklung des Landi-Standorts Wynigen orientiert. Er hat bekannt gegeben, dass der Agrarhandels-Standort mittelfristig zentralisiert werden soll, insbesondere um eine optimale Auslastung zu erzielen und um die Beratungs- und Dispositions-Dienstleistungen zu bündeln. Aktuell wird eine Erweiterung am Standort Koppigen favorisiert, bei dem die bisherigen Standorte Koppigen, Wynigen und Ersigen zusammengeführt werden. Dafür ist eine Anpassung des Zonenplans in Arbeit. Es wird ein Bezug eines Neubaus in Koppigen im Jahr 2030 angestrebt. Für den Standort Wynigen wird daraus auf diesen Zeitpunkt hin eine Schliessung resultieren. Deshalb wird aufs Jahr 2030 eine gewerbliche Nutzung für diesen Standort gesucht, welche einen Mehrwert fürs Gewerbe, für die Landwirtschaft und für die gesamte Wyniger Bevölkerung bieten soll. Für den Findungsprozess besteht kein zeitlicher oder wirtschaftlicher Druck, es ist eine Mitsprache aller Interessengruppen vorgesehen. Die Nutzung des Landi-Standorts Wynigen ab 2030 ist somit offen, es sind gute Ideen gefragt.

Der Verein Ferienheim Eriz wurde von den Vorstandsmitgliedern vorgestellt. Viele Wynigerinnen und Wyniger haben schöne Erinnerung ans Eriz, weil sie in einem Schullager, mit einem Verein oder in einem privaten Rahmen im Ferienheim waren. Das Ferienheim Bärg-Sunne-Schyn wurde im Jahr 1928 erstellt und feiert damit im Jahr 2028 sein 100-Jahr-Jubiläum. Das Ferienheim hat eine neue Homepage (www.erizferien.ch), auf der auch der Belegungsplan zu finden ist. Die Auslastung ist nach wie vor sehr gut. Der Vorstand befasst sich insbesondere mit Gebäudesanierungen und -unterhaltsarbeiten, mit der Vermietung und mit den Vereinsausgaben und -einnahmen. Der Verein hat rund 200 Mitglieder. Eine Mitgliedschaft kostet 40 Franken pro Jahr und ist mit keinen weiteren Verpflichtungen verbunden. Mit einem Beitritt kann dazu beigetragen werden, das Haus auch für kommende Generationen in Schuss zu halten.

In der Gesprächsrunde im zweiten Teil gab es viele Voten zu den Themen Vandalismus und Ruhestörungen sowie erste Ideen für die zukünftige Nutzung des Landi-Standorts. Die Möglichkeiten, zu weiteren Themen Fragen zu stellen und Anliegen einzubringen, wurde ebenfalls rege genutzt. Der Gemeinderat wird die Inputs aus dem Dorfgespräch beraten und auswerten.