23 Tal
Die Streusiedlung Tal kann nach der Zehntmarch-Beschreibung von 1664 eingegrenzt werden: Grabmattbächlein im Westen, Kappelengraben im Norden, Chemmeri bzw. Gitzer im Osten und die ehemalige Grenze von Bickigen Schwanden im Süden. Bei der genannten Zehntmarch fällt die Unterscheidung zwischen Vorder-Tal mit den heutigen Heimwesen im Tal und Kaltacker und dem Hinter-Tal mit dem heutigen Welschhaus auf.
Schon für 1565 sind im Berner Ortsnamenbuch für das Tal drei «Heimet» angegeben. Dabei könnte es sich um den heutigen Hof Oppliger, einen weiteren Hof im Vorder-Tal und den heutigen Hof Welschhaus im Hinter-Tal handeln. Im Jahr 1677 gab Pfarrer Seidenstricker für das Tal die beachtliche Anzahl von 12 Haushalten an.
Der heutige Hof Opliger, Tal 112 mit dem ehemaligen Stein-Speicher war um 1580 bis gegen 1800 im Besitz der Kohler von Wynigen, gefolgt von Hans Aebi von Mistelbrunnen und dessen Nachfolgern.
Der Name Kaltacker erscheint erst Mitte des 18. Jahrhunderts, obwohl dort wohl schon vorher ein Heimwesen bestanden hat. Am 9. Juni 1842 wurden fünf Häuser im Kaltacker ein Raub der Flammen. Die Tochter des Korbmachers, Anna Maria Flückiger (1826 – 1847), wurde zunächst wegen Brandstiftung angeklagt, nach weiteren Vergehen zum Tode verurteilt und enthauptet.
Noch jünger ist die Bezeichnung «Welschenhaus» (Mitte 19. Jh.) für den alten Zehnthof im Hinter-Tal. Als die Siegfriedkarten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden, wohnte möglicherweise die Familie von Christian Schrag dort. Die Schrags waren Täufer-Rückkehrer aus Moutier - also aus dem Welschen.
Tal
3472 Wynigen
Zugehörige Objekte
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| 23_1 Tal Porträt (PDF, 2.68 MB) | Download | 0 | 23_1 Tal Porträt |
| 23_2 Tal Grundlagen (PDF, 2.71 MB) | Download | 1 | 23_2 Tal Grundlagen |
| 23_3 Der Lismer im Tal (PDF, 1.8 MB) | Download | 2 | 23_3 Der Lismer im Tal |